Monthly archives "Mai 2011"

Neue Buchempfehlungen

Endlich komme ich mal dazu zwei Bücher vorzustellen, die ich vor einiger Zeit beendet habe.

Das erste Buch ist Versteckte Botschaften von Klaus Schmeh. Der Untertitel Die faszinierende Geschichte der Steganographie verrät eigentlich schon, worum es geht. Steganographie ist ja die Kunst der unbemerkten Übertragung von Botschaften, wobei im Gegensatz zur Kryptographie die Botschaften eben nicht „unleserlich“ gemacht (d.h. verschlüsselt) werden, sondern eben in einer unverfänglichen Botschaft „versteckt“ werden. Aus dem Altertum gibt es den Fall einer Übertragung einer Geheimbotschaft, die auf die Kopfhaut des Boten geschrieben wurde. Nachdem die Haare gewachsen waren, wurde der Bote losgeschickt. Zugegebenermassen nicht geeignet für dringende Nachrichten, aber sehr originell…

Da Klaus Schmeh das Feld der versteckten Botschaften sehr weit auslegt, wurde ich durch einige Kapitel doch positiv überrascht. Neben den üblichen Dingen (Geheimtinte, versteckte Botschaften in Bildern, Anfangsbuchstaben von Texten) lernt man auch etwas über Jargonsprachen und den Schutz vor Plagiatoren.

Ich möchte hier gar nicht zu viel verraten; ich belasse bei einer klaren Kaufempfehlung;-) (das Buch setzt keine Vorkenntnisse voraus)

Das zweite Buch spricht eher wieder einen speziellen Leserkreis an: Allahs Missionare (Ein Bericht aus der Schule des Heiligen Krieges) von Willi Germund

In diesem Buch geht es um die Theorie hinter radikalen Islamisten; um die Theoretiker und die Ausbildungsstätten. Der Autor beschreibt die Ursprünge der radikalen Theorien und zeigtauf, wo heute die Hintermänner sitzen (und welche Ziele sie verfolgen). Da viele der „Köpfe“ heute in Pakistan leben und lehren, hat dieses Buch aufgrund der aktuellen Ereignisse plötzlich eine größere Wichtigkeit bekommen. Wer sich für die Hintergründe interessiert, sollte sich das Buch mal anschauen. Ich möchte allerdings nicht unerwähnt lassen, dass ich dem Autor nicht in allen Punkten folgen kann (und will) und ich bei ihm eine gewisse Fixiertheit auf bestimmte Dinge erkenne. Aber man muss ja nicht immer nur Sachen lesen, die der eigenen Meinung zu Hundert Prozent entsprechen.

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