Monthly archives "April 2011"

Schreck in der Abendstunde

Vor ein paar Tagen hatte ich das Gefühl, ich sollte mal wieder ein Backup machen. Unter Windows nutze ich dazu ACRONIS und darüber sichere ich die Linux-Partitionen mit.

Meine Home-Partition unter Linux befindet sich auf einem verschlüsselten Laufwerk; d.h. eigentlich also in einer IMG-Datei (DM-Crypt, wenn ich mich richtig erinnere). Ein weiterer, vermutlich nicht ganz unwichtiger Punkt ist seit dem Umstieg auf OpenSUSE 11.4 die Verwendung des Programms BleachBit zum Löschen von Spuren im Browser und im Dateisystem. Soweit also die Vorgeschichte…

Heute dann plötzlich der Schock: beim Öffnen von Thunderbird wird ein Fehler gemeldet; neue Mails können nicht abgespeichert werden. DF -H zeigt zwar noch genug Platz an, aber das Mailprogramm bleibt dabei. Ein flüchtiger Blick in die Mailordner und der Schock ist da: nur noch Mails aus 2009!

Zwischendurch wirft eine Fehlermeldung den Dateinamen mailbox.msf raus. Also starte ich LSOF -r 1 | grep .msf um vielleicht eine fehlende Datei zu finden. Aber auch das bringt keine neuen Erkenntnisse. Eine Überprüfung der Zugriffsrechte zeigt, dass diese korrekt sind.

Dann die erste Entwarnung: ich rufe ein Konto nach dem Anderen auf und stelle fest, dass nur GMX betroffen ist. Nun starte ich tail -f /var/log/messages und dort dann die entscheidende Meldung (Auszug):

[ 9516.667964] dm-0: rw=0, want=13882297160, limit=65534968
[ 9516.667966] EXT3-fs error (device dm-0): ext3_free_branches: Read failure, inode=1573054, block=1735287144
[ 9516.668234] attempt to access beyond end of device

Da ist wohl mächtig was schief gelaufen. Die Inbox-Datei für GMX ist nur noch ca. 15 MB groß. Ich verschiebe nun (als root) den Ordner auf eine andere Partition und erhalte dabei Lesefehler. Nach dem Kopieren ist die Datei nur noch 4 MB groß. Ich kopiere sie wieder zurück und erhalte erst mal wieder den altbekannten Fehler. Nun stelle ich für GMX einen ganz neuen Ordner ein und plötzlich werden wieder Mails runtergeladen. Nachdem ich dann den Pfadverweis wieder auf den Originalordner zurückgestellt habe, funktioniert auch der. Im Moment sieht alles gut aus; auch wenn die Unsicherheit bleibt.

Die Lehren aus der Geschichte:

  • Mein Backup-Konzept taugt nichts. In der Sicherung waren nur wenige Dateien und selbst wenn alles dagewesen wäre, hätte ich die Daten nur mit viel Mühe aus der IMG-Datei bekommen.
  • Ich hätte gerne die Partition mit dem Home-Verzeichnis repariert (fsck.ext3). Allerdings bekam ich eine Warnung (Überprüfung bei gemountetem Laufwerk wird zum Datenverlust führen) und ich habe keine Ahnung, wie ich das Dateisystem der verschlüsselten Partition im nicht-gemounteten Zustand überprüfe.
  • Bestimmte Tools wie BleachBit sollte man vielleicht doch nicht ohne vorherige Sicherung benutzen (obwohl ich nicht nachweisen kann, dass es schuld war)
  • Ich muss mich um ein Tool kümmern, mit dem ich aus Linux heraus sichern kann.
  • Ich muss mir regelmäßige Datensicherungen angewöhnen.
  • Vorher muss ich erst mal analysieren, was ich überhaupt sichern will/muss.
  • Und ich muss mein System besser verstehen…

Der Verlust wiegt glücklicherweise nicht ganz so schwer, da der Großteil der wichtigen Mails über ein anderes Konto läuft. Aber ärgerlich ist es trotzdem…

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Für Elise

Heute morgen hatte ich das Vergnügen eines Zahnarztbesuches. Im Rahmen der Untersuchung wurden Kiefer und Zähne geröngt; dazu bewegt sich der Apparat einmal um den Kopf herum.

Nun wäre das ja kaum eine Erwähnung wert; aber der Apparat spielte dazu Musik.

Für Elise…

Manche Dinge kann man sich nicht ausdenken.

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